{"id":181,"date":"2025-01-24T09:34:06","date_gmt":"2025-01-24T08:34:06","guid":{"rendered":"https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/?p=181"},"modified":"2025-02-18T16:48:43","modified_gmt":"2025-02-18T15:48:43","slug":"2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/?p=181","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t mit den Antifas aus dem Budapest-Komplex!"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-182 alignleft\" src=\"https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/files\/2025\/01\/ns_stoppen-300x300.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/files\/2025\/01\/ns_stoppen-300x300.png 300w, https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/files\/2025\/01\/ns_stoppen-1024x1024.png 1024w, https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/files\/2025\/01\/ns_stoppen-150x150.png 150w, https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/files\/2025\/01\/ns_stoppen-768x768.png 768w, https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/files\/2025\/01\/ns_stoppen-100x100.png 100w, https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/files\/2025\/01\/ns_stoppen.png 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/strong><strong>Holt Maja zur\u00fcck aus Ungarn!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Free All Antifas!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Keine Auslieferung nach Ungarn, in dem jedes Jahr ein faschistischer Aufmarsch mit Tausenden Neonazis unbehelligt stattfinden darf!<\/strong><\/p>\n<p>Gegen den \u201eTag der Ehre\u201c und dessen Teilnehmende \u2013 auch 2025<\/p>\n<p>Jedes Jahr im Februar wird in Budapest Mitgliedern der Waffen-SS und ihrer ungarischen Kollaborateure als M\u00e4rtyrer gedacht. Diese hatten 1944 erfolglos versucht, der Einkesselung durch die Rote Armee zu entkommen.\u00a0 Seit 1997 findet der sogenannte \u201eTag der Ehre\u201c statt. Mittlerweile wird er von der militanten ungarischen Nazi-Gruppierung L\u00e9gi\u00f3 Hung\u00e1ria organisiert, die f\u00fcr \u00dcbergriffe auf Linke bekannt ist und 2018 ein j\u00fcdisches Gemeindezentrum in Budapest angegriffen hatte.<\/p>\n<p>Im Februar 2023 kam es rund um den &#8222;Tag der Ehre&#8220; zu Festnahmen von Antifaschist:innen, denen Angriffe auf Neonazis vorgeworfen werden. Europ\u00e4ische Haftbefehle und Fahndungsaufrufe hatten zur Folge, dass in den n\u00e4chsten Wochen mehr als 10 Linke untertauchten, da klar war, dass es kein faires Verfahren in Ungarn geben wird.<\/p>\n<p>Am 20. Januar 2025 stellten sich nun 7 der Antifaschist:innen den Beh\u00f6rden. Viele Medien beschreiben in dem Zusammenhang den &#8222;Tag der Ehre&#8220; als einen \u201erechtsradikalen Aufmarsch\u201c.<\/p>\n<p>Aber der \u201eTag der Ehre\u201c ist viel mehr als das. Das Wochenende dient als gr\u00f6\u00dftes Vernetzungstreffen der rechtsradikalen Szene in Europa. Neben Rechtsrock-Konzerten, die woanders nicht stattfinden d\u00fcrfen werden nationalistische Gedenk-Kundgebungen durchgef\u00fchrt, bei denen u.a. aus Reden Adolf Hitlers zitiert und antisemitische Hetze verbreitet wird. Au\u00dferdem gibt es eine 60km lange Nachtwanderung entlang der Ausbruchroute der Waffen-SS aus dem Budapester Kessel, die im touristisch beliebten Altstadt-Viertel auf der Burg beginnt. Teilgenommen wird gern in Nazi-Uniformen oder voll-vermummt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Netzwerktreffen internationaler Neonazi-Gruppen unter dem Deckmantel der \u201eTraditionspflege\u201c<\/p>\n<p>An dem Wochenende bewegen sich am hellichten Tag auch mehrere hunderte deutsche Faschisten in eindeutigen Szene-Klamotten oder in historischen SS- oder Wehrmachts-Uniformen durch die Innenstadt. Auch die nationalen Ableger des &#8211; in Deutschland verbotenen &#8211; internationalen Blood&amp;Honour-Netzwerks treffen sich genau dort, wo eine solche Zusammenkunft geduldet, ja sogar gef\u00f6rdert wird. Der ungarische Tourismusverband bewirbt die Wanderung unter dem Slogan \u201eGedenken an die heldenhaften Verteidiger unseres Landes und Europas\u201c.\u00a0 Auch andere staatliche Institutionen unterst\u00fctzen das Begleitprogramm, indem sie historische Abzeichen und Devotionalien aus dem ungarischen Milit\u00e4rmuseum zur Verf\u00fcgung stellen. Eine NS-Folklore-Wanderung, die als Outdoor-Wander-Spektakel f\u00fcr Militaristen, Ewiggestrige und Neonazis dient, inkl. nachgebauten Milit\u00e4r-Posten, Kranzabwurfstellen und Info- und Verkaufsst\u00e4nden auf der Wander-Route. NS-Symbole, und -uniformen, Hakenkreuzfahnen, CDs mit indizierter Musik \u2013 alles kann hier gezeigt, pr\u00e4sentiert und auch gekauft werden. Auch wenn einige der Symbole selbst in Ungarn offiziell verboten sind \u2013 zum \u201eTag der Ehre\u201c k\u00f6nnen sie ungest\u00f6rt getragen werden, weil dies im Sinne der sogenannten &#8222;Traditionspflege&#8220; erlaubt ist.<\/p>\n<p>NS-Verherrlichung durch deutsche Neonazis in Budapest<\/p>\n<p>Neben \u201eBlood&amp;Honour\u201c treffen sich \u201eHammerskins\u201c, &#8222;Combat18&#8220; sowie Kameradschaftsstrukturen, militante Kampfsportler und Parteien von \u201eDer III. Weg\u201c und \u201eDie Rechte\u201c aus Deutschland jedes Jahr an diesem Wochenende. Auch Mitglieder aus dem NSU-Umfeld reisten 1989 zusammen mit knapp 50 Neonazis aus Sachsen, Th\u00fcringen und Bayern im Reisebus an. Durch Antifa-Recherchen sind Anwesenheiten fast aller militanter und relevanter Neonazi-Strukturen aus Deutschland in den letzten Jahren belegt. Konkrete Beispiel f\u00fcr deutsche Teilnahme: 2019 versuchten Dresdner Mitglieder einer rechten Fangruppierung in Ungarn mit zu wandern, die 2017 an den rassistischen Ausschreitungen beim WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Tschechien in Prag beteiligt waren. Sie schafften es allerdings nicht, den 60km-Gel\u00e4ndemarsch erfolgreich zu beenden, sondern blieben wie zahlreiche ihrer historischen Vorbilder auf der Strecke\u2026 Auch einige der k\u00fcrzlich verhafteten rechtsterroristischen &#8222;S\u00e4chsischen Separatisten&#8220; nahmen 2024 an der Nazi-glorifizierenden Wanderveranstaltung teil.<\/p>\n<p>Stabiler Gegenprotest ohne Presseresonanz<\/p>\n<p>Das geschichtsrevisionistische Neonazi-Event sorgte in den letzten Jahrzehnten medial und politisch weder in Ungarn noch in Deutschland f\u00fcr gro\u00dfes Interesse. Berichterstattungen \u00fcber dieses skandal\u00f6se Event beliefen sich meist auf \u00fcbliche, linke Medien.<\/p>\n<p>Solange es den &#8222;Tag der Ehre&#8220; gibt, solange gibt es Gegenproteste. Seit 1997 stellen sich vor allem ungarische Antifas in den Weg. Seit 2020 gibt es zunehmend internationalen Protest, denn die faschistischen Teilnehmenden kommen vorwiegend aus Westeuropa. Rechte \u00dcbergriffe und Bedrohungen, die Jagd nach Anders-Aussehenden und Linken durch die faschistische &#8222;L\u00e9gi\u00f3 Hung\u00e1ria&#8220; sowie die \u00dcbergriffe auf Journalist:innen und auf j\u00fcdische Menschen am \u201eTag der Ehre\u201c fanden bisher kein mediales Echo.<\/p>\n<p>Repression und Hetze gegen Antifas<\/p>\n<p>F\u00fcr europaweite Emp\u00f6rung sorgten erst 2023 antifaschistische Gegenproteste, im Zuge derer es zu Angriffen auf organisierte Neonazis kam. In vielen rechten Medien in Ungarn und in Deutschland wurde von \u201eBrutalit\u00e4t\u201c und \u201eWillk\u00fcrlichkeit\u201c der antifaschistischen Aktionen gesprochen, als w\u00e4ren zuf\u00e4llig Menschen in den Fokus geraten, die Tarnfleck-Klamotten tragen. Inzwischen ist bekannt, dass es sich bei den vermeintlichen Opfern um organisierte Neonazis, Blood&amp;Honour-Kader, Kampfsportler und Angeh\u00f6rige der militanten Rechtsrock-Szene handelte.<\/p>\n<p>Auch ist h\u00e4ufig in den Medien von &#8222;schwersten&#8220; Verletzungen die Rede. Dabei hat der Prozess in Ungarn, der wegen dieser Vorw\u00fcrfe gegen mehrere Antifas l\u00e4uft, bislang keine\u00a0 Beweise erbracht \u2013 ganz davon abgesehen, dass im rechtsautorit\u00e4ren Ungarn keinesfalls mit einem nach rechtsstaatlichen Kriterien fairen Verfahren gegen Linke zu rechnen ist. Die ungarische Regierung hatte noch im April 2023 mehrere verurteilte rechtsextreme Terroristen vorzeitig begnadigt \u2013 dagegen drohen Antifas nun jahrelange Haftstrafen. Die Staatsanwaltschaft forderte jetzt im Januar 2025 gerade erst 14 Jahre Haft unter besonders strengen Haftbedingungen f\u00fcr Maja, aber auch nur bei Abgabe eines Gest\u00e4ndnisses. Im Raum stehen sonst bis zu 24 Jahre Haft und das f\u00fcr den Vorwurf einer K\u00f6rperverletzung!<\/p>\n<p>Keine Auslieferung nach Ungarn!<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur deutschen Justiz, die Maja trotz Einspruch des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe rechtswidrig in die mehr als mangelhafte ungarische Justiz auslieferte, hat sich Italien im Fall des Beschuldigten Gabriele gegen eine Auslieferung nach Ungarn entschieden. Wie der im Auslieferungsverfahren zu Gabriele zust\u00e4ndige italienische Staatsanwalt Cuno Tarfusser so sch\u00f6n formulierte:<\/p>\n<p>&#8222;Die Vorw\u00fcrfe, die auch andere Beschuldigte betreffen, stehen in keinem Verh\u00e4ltnis zu den angedrohten 24\u2005Jahren Haft, die im Europ\u00e4ischen Haftbefehl genannt werden. Eine Platzwunde am Kopf, die in drei Tagen heilt, rechtfertigt keine derartige Strafe. Diese beiden Gr\u00fcnde \u2013 Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit Ungarns und das fehlende Verh\u00e4ltnis zwischen Tat und Strafe \u2013 waren ausschlaggebend.&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188143.antifaschismus-grottenschlechtes-urteil.html\">https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188143.antifaschismus-grottenschlechtes-urteil.html<\/a>)<\/p>\n<p>Auch das franz\u00f6sische Gericht, das \u00fcber die Auslieferung von Gino entscheidet, stellte k\u00fcrzlich fest, dass in Ungarn systematische M\u00e4ngel in Hinblick auf ein faires Verfahren vorliegen und forderte weitere Informationen und Garantien zur m\u00f6glichen Haftsituation, sowie zum Ablauf eines m\u00f6glichen Prozesses in Ungarn an. (<a href=\"https:\/\/www.basc.news\/gino-anhoerung-ueber-auslieferung\/\">https:\/\/www.basc.news\/gino-anhoerung-ueber-auslieferung\/<\/a>)<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Antifas drakonische Strafen drohen, das Umfeld und die Familien mit \u00dcberwachung und Repression \u00fcberzogen werden, d\u00fcrfen offenbar weiterhin Militarist:innen und Nazis mit NS- und Wehrmachtsinsignien ungest\u00f6rt die Stra\u00dfen Budapests unsicher machen \u2013 so auch am Wochenende 8.\/9. Februar 2025.<\/p>\n<p>Dagegen gehen wir auf die Stra\u00dfe, hier und in Budapest!<\/p>\n<p>Wir lassen uns nicht spalten!<\/p>\n<p>Schulter an Schulter gegen den Faschismus!<\/p>\n<p>Antifaschismus bleibt notwendig!<\/p>\n<p>Kraft und Liebe an alle von Repression Betroffenen<\/p>\n<p>Kampagne NS-Verherrlichung Stoppen im Januar 2025<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/\">https:\/\/afaeurope.noblogs.org\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Holt Maja zur\u00fcck aus Ungarn! 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